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Unternehmerische Initiative

Wenn ein Unternehmen, wie heute, einen Preis hat, ist die Einsetzug einer Unternehmensleitung ein wirtschaftlicher Vorgang. Es geht aber nicht um einen Preis, sondern um Fähigkeiten und um ideelle Unternehmensziele. Deshalb gehört die Verwaltung des produktiven Kapitals genauso wie die Verwaltung des Bodens zum Gebiet des geistigen Lebens und nicht zur Wirtschaft. Die beim Boden beschriebenen Grundsätze können auch hier angewandt werden.

Das Wichtigste ist, dass die unternehmerische Initiative ermöglicht und gefördert wird. Nur durch sie kann Neues und Besseres zustande gebracht werden. Die Initiative muss sich selbst so zeigen, dass sie Anerkennung finden kann. Initiative und Anerkennung sind die Grundprinzipien für die Verwaltung des geistigen Lebens. Sie sind überall da anzuwenden, wo es um individuelle Fähigkeiten geht. Man kann daher nicht sagen, ein Wirtschaftsunternehmen sei etwas rein Wirtschaftliches. Immer wenn es um die Fähigkeiten der Menschen geht, hat auch „die Wirtschaft“ ihr Geistesleben. Man kann es als angewandtes Geistesleben bezeichnen, im Gegensatz zum freien Geistesleben, das in den Bereichen der Bildung, Forschung und Kunst gepflegt werden muss. Auch „die Wirtschaft“ muss ihr Geistesleben pflegen, in jedem Unternehmen und in jedem Berufsfeld.