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Neue Bodenordnung durch freie Initiativen

Wenn wir durch die Geldordnung dafür sorgen, dass Geldvermögen nicht ins Maßlose vermehrt werden können, flüchten die Vermögen in Sachwerte, die sich für den spekulativen Handel bestens eignen. Diese Feststellung könnte uns dazu veranlassen, den Handel mit Boden und Kapital grundsätzlich in Frage zu stellen. Wenn aber der Bodenmarkt und der Kapitalmarkt abgeschafft werden, wer verwaltet dann Boden und Kapital? Eine nahe liegende Antwort lautet: die Staatsverwaltung. Das kann man sich gut und bequem vorstellen; man braucht nur die Gesetze zu ändern und eine entsprechende Bürokratie einzurichten. Der Staatskommunismus hat aber gezeigt, dass die Folgen verheerend sind. Also zurück zum Boden- und Kapitalmarkt, wie es nach 1989 in Osteuropa geschehen ist, oder gibt es noch eine andere Lösung des Problems? Ist eine Verwaltung des Bodens durch das Geistesleben denkbar? Das hat Rudolf Steiner vorgeschlagen und ist damit völlig im Abseits gelandet, und zwar hauptsächlich deshalb, weil man sich eine solche Verwaltung des Geisteslebens nicht praktisch vorstellen kann.

Es gibt aber Leute, die durch individuelle Initiative praktische und erfolgreiche Lösungen gefunden haben. Wenn man diese studiert, kann man zu einer konkreten Idee kommen, was das Geistesleben im menschlichen Zusammenleben ist und was es leisten kann. Die hier gemeinten Beispiele sind in dem Buch „Nachhaltigkeit“ von Rudolf Isler genauer beschrieben. Es handelt sich um landwirtschaftliche Betriebe, deren Eigentum durch Schenkung auf privatrechtliche Gesellschaften übertragen wurde.  Die ersten waren im Jahre 1968 der Buschberghof in Fuhlenhagen, Schleswig-Holstein, (www.buschberghof.de) und 1969 der Bauckhof in Niedersachsen (www.bauckhof.de). Weitere Höfe folgten später. Bei allen Unterschieden im Einzelnen ging es in jedem Fall darum, die Käuflichkeit des Bodens zu überwinden und es damit zugleich auch unmöglich zu machen, dass Boden privat vererbt und hypothekarisch belastet werden kann. Die Bauern sollten in der Bewirtschaftung des Hofes als Unternehmer völlig frei sein, vorausgesetzt, dass sie biologisch-dynamisch arbeiten.

Eigentümerin im Sinne der geltenden Gesetze wurde eine juristische Person, das heißt aber konkret eine Gruppe von Menschen, die sich darum kümmert, dass geeignete Bauern mit der Bewirtschaftung des Hofes beauftragt werden. Wie kann man hier von einer Verwaltung des Geisteslebens sprechen?

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